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Niederhelfenschwil
24.10.2021
26.10.2021 07:33 Uhr

Schützenverein SVO pflegt Karabinerschiessen weiter

Im Schützenstand verfolgten die Teilnehmenden den Einsatz ihrer Kameraden. Bild: Ernst Inauen
Das Karabiner-Schiessen in der Schiessanlage Orechbüel wurde am Samstag, 23. Oktober 2021, zum 25. Mal ausgetragen. Mit ausgezeichneten 72 Punkten gewann der Lenggenwiler Max Mader. Ruedi Kuhn und Erwin Brugger belegten die Ehrenplätze.

Von Ernst Inauen

Ende 2009 fusionierten die Schützen aus Niederhelfenschwil, Lenggenwil, Zuckenriet und bildeten den neuen SV Orechbüel. Neben den schon bisher gemeinsam durchgeführten Schiessanlässen in der Anlage Orechbüel führen sie jeweils am Ende der Saison auch das traditionelle Karabinerschiessen weiterhin durch. Die Idee zu diesem Wettkampf geht auf eine Stammtischrunde einiger Mitglieder des ehemaligen MSV Lenggenwil zurück. Bis vor wenigen Jahren begaben sich die Teilnehmenden zu Fuss auf den langen Weg zur Schiessanlage Orechbüel, ausgerüstet mit Karabiner oder Langgewehren und mit feldgrauen Uniformen, Mützen und Hüten. Natürlich genossen die Lenggenwiler Spassvögel die unterwegs angebotenen Getränke und trafen in bester Stimmung beim Schützenhaus ein, wo der gespendete Empfangstrunk die Stimmung zusätzlich lockerte. Der Treffsicherheit trug dies jedoch nicht unbedingt bei, sodass vor einiger Zeit der Brauch endete.

Heimvorteil für den Sieger

Die äusseren Bedingungen waren am kühlen, aber sonnigen Herbsttag optimal, wenn auch eine leichte Bise zu berücksichtigen war. Für die Schützen machte jedoch die für viele ungewohnte Waffenart die Aufgabe nicht leicht. Rund 40 Schützen und eine einzige Schützin nahmen teil, coronabedingt etwas weniger als in guten Jahren. In der Mehrheit kamen die Teilnehmer von auswärtigen Vereinen. Gemäss Reglement sind nur Karabiner oder Langgewehre mit offener Visierung zugelassen. Es konnte liegend frei oder aufgelegt geschossen werden. Nach zwei Probeschüssen waren acht Schuss auf die Zehnerscheibe abzugeben. Wer eine weitere Chance wahrnehmen wollte, konnte eine zweite Passe nachlösen. Das beste Resultat erzielte mit 72 Punkten Max Mader, Lenggenwil. Mit einem Punkt weniger belegte Ruedi Kuhn, Niederbüren den 2. Rang, gefolgt vom Appenzeller Erwin Brugger (70 Punkte).  In der gemütlichen Schützenstube, wo nach dem Wettkampf ein feines Raclette serviert wurde, galt die 3G-Regel. Bei der Rangverkündigung konnten die Erstplatzierten und jeder weitere Sechstrangierte ein Glas Bienenhonig entgegen nehmen.

Gemäss Reglement konnte mit dem Karabiner aufgelegt oder frei geschossen werden.
In der gemütlichen Schützenstube konnte ein Raclette mit Supplement genossen werden. Bild: Ernst Inauen

Rangliste

1. Rang Max Mader, Jg. 1960, 72 Pt.
2. Rudolf Kuhn, Jg. 1954; 71 Pt.
3.Erwin Brugger, Jg. 1944, 70 Pt.
4.Andreas Hälg, Jg. 1949, 69 Pt.
5. Aldo Rancati, Jg. 1966, 68 Pt.
6. Christian Düsel, Jg. 1974, 67 Pt.
7. Eugen Köhrer, Jg. 1947, 66 Pt.
8. Beat Fritsche, Jg. 1964, 66 Pt.
9. Helmut Bächler, Jg. 1965, 65 Pt.
10. Lukas Hitz, Jg. 1988, 65 Pt.

Die Erstplatzierten (im Bild v.l.): Ruedi Kuhn, Max Mader, Erwin Brugger. Bild: Ernst Inauen

Modernste Infrastruktur

Nachdem für die bald 30-jährige SIUS-Trefferanzeige keine Ersatzteile mehr zur Verfügung standen, konnte der SVO mit grosszügiger Unterstützung durch die Gemeinde im März 2021 eine neue elektronische Trefferanzeige beschaffen. Durch Fronarbeit von Vereinsmitgliedern konnten die Kosten auf ein erträgliches Mass reduziert werden. Für die Finanzierung der grossen TV-Trefferanzeigetafel, die in der Schiessanlage platziert wurde, konnte eine Uzwiler Firma als Sponsor gewonnen werden. Die 300m-Trefferanzeige SA9005 der neuesten Generation lieferte das spezialisierte Unternehmen SIUS. Der seit 2014 von Fritz Arn präsidierte SV Orechbüel setzt auf eine gute Nachwuchsausbildung und organisiert jedes Jahr einen internen, gut besuchten Jungschützenkurs.

Neben dem Trefferbild wird auf dem Monitor der Warner auch die Trefferlage angezeigt. Bild: Ernst Inauen
Ernst Inauen