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Niederhelfenschwil
05.07.2021
05.07.2021 12:12 Uhr

MGN feiert neue Uniform mit gemütlichem Fest

Bild: Vroni Krucker
Nach dem langen Lockdown konnte die Musikgesellschaft Niederhelfenschwil MGN am Samstagabend, 3. Juli 2021, endlich ihre neue elegante Uniform präsentieren. Die zahlreichen Gäste auf dem Platz des Primarschulhauses genossen das lang entbehrte Zusammensein in vollen Zügen.

Vroni Krucker

Mit «Gruss aus Bern» eröffnete die MGN den Abend unter der Leitung von Marcel Eggler, der auch die Moderation des Anlasses mit seinem bekannten Witz und Charme übernommen hatte. «Ich bin sehr, sehr glücklich, dass so viele Menschen gekommen sind und sich mit uns freuen, ein richtiger Aufsteller» betonte er. Die Freude über das jetzt wieder erlaubte Fest stand den Leuten ins Gesicht geschrieben – da tat auch der Regen keinen Abbruch, es herrschte eine fröhliche Stimmung. Auch dem reichhaltigen Buffet – unter der Regie von Irma und Xaver Angehrn - wurde wacker zugesprochen. 

Franz und Sepp Meienhofer (in Rot) von der Musig Lenggenwil mit weiteren Gästen. Bild: Vroni Krucker

Wieder einmal ein Live-Konzert

Was vor Corona so selbstverständlich war, fand jetzt grosse Beachtung: ein Live-Konzert.  Es zeigte sich deutlich, wie sehr dies vermisst worden ist und welche Bedeutung die MGN für das Dorfleben hat. Die Musikantinnen und Musikanten verwöhnten die Gäste mit fröhlichen, beliebten Melodien, bei denen sich auch verschiedene Solisten aus dem Korps präsentierten.
Die Formation hatte vor einigen Wochen gruppenweise die Probenarbeit wieder aufgenommen. Ein grosses Dankeschön ging an Markus Eilinger, der dafür einen Raum in seiner Zimmerei zur Verfügung gestellt hatte.

Fünf-Tag-Fest wird nicht nachgeholt

Das vorgesehene Fünf-Tage-Fest nachzuholen, ist gemäss Vereinsleitung nicht machbar, weil das Konzept nicht mehr passe; die Kreismusiktage zum Beispiel sind auf Jahre hinaus terminlich bereits festgelegt und die Künstler anderweitig besetzt. Im etwas kleineren Rahmen soll es trotzdem ein Fest geben.

Trotz Regen ein Segen: die Feier zur Präsentatin der neuen Uniform. Bild: Vroni Krucker
Die neue Uniform setzt einen feinen farblichen Akzent. Bild: Vroni Krucker

Der neue Look im zarten Petrol

«Die Niederhelfenschwiler Musikgesellschaft hatte bei jeder Neuuniform Regen», betont der Dirigent zu Beginn, «und dem bleiben wir treu». Die vier alten Uniformen zeigten sich auf dem Platz, wobei die älteste lediglich aus einem einheitlichen Hut bestand.  Dazu trug – wer hatte – eine dunkle Hose. 1951, 1971 und 1996 wurde das Korps neu eingekleidet. Die sehr motivierte Musikkommission hatte sich voller Elan an die Vorbereitung gemacht, viel geschaut, verglichen, gerechnet, diskutiert usw. Sie blickte auch zu den Nachbargemeiden, um nicht in Konkurrenz zu treten. Dem Korps gefiel das Resultat, und so marschierte es stolz in der in einem feinen Petrolgrün gehaltenen Uniform mit dem traditionellen Hut ein und erntete grossen Applaus. 

Die Geschichte der MGN-Uniformen. Bild: Vroni Krucker

Musik steht hoch im Kurs

In der Gemeinde Niederhelfenschwil hat die Musik einen grossen Stellenwert. Jedes der drei Dörfer Niederhelfenschwil, Lenggenwil, und Zuckenriet hat eine eigene Dorfmusik, zwar kleiner als vor einigen Jahren aber immer noch ein selbständiges Korps. Dazu zwei Kirchenchöre und ein Männerchor. Das ist schon erstaunlich, fehlt das doch in vielen grösseren Ortschaften. Seit 12 Jahren dirigiert Marcel Eggler voller Elan und mit viel Herzblut die MG Niederhelfenschwil, der er seit 24 Jahren angehört. Er war Spielführer im Militär, leitete das Thurgauer Spiel. Am Konservatorium Bern erwarb er das Blasmusik-Dirigier-Certifikat. Er möchte immer das beste aus seiner Musik herausholen, motivieren und anspornen. Den Musikvereinen geht es wie anderen Körperschaften, man will sich nicht mehr fix binden, sondern frei sein.  Zum Glück gibt es immer noch begeisterte Musikantinnen und Musikanten, welche die Tradition aufrechterhalten. Was wäre doch ein weisser Sonntag, eine Firmung oder ein Vereinsempfang ohne Blasmusik oder Allerheiligen, Ostern und das Kirchenfest  ohne einen musikalischen Leckerbissen des Chores.

Bild: Vroni Krucker
Vroni Krucker