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Leserbrief
Kanton SG
05.05.2021
07.05.2021 22:11 Uhr

"Gedanken zum Augarten bzw. Staugarten"

Bild: zVg
Armin Bissegger, der "velofahrende Lastwagenfahrer" aus Uzwil, nimmt in einem Leserbrief erneut Stellung zur Augartenkreuzung und regt eine kurzfristig realisierbare Massnahme an.

Im Vorfeld zur Kantonsratssitzung erfuhr der interessierte Bürger, dass einzig die Lichtsignalvariante eine Chance hätte, auch wenn sie nicht die Lösung, sondern nur kleine Verbesserungen bringen wird.

An der Video-Replay-Info auf uzwil24.ch erfuhr man wiederholt von der Aufhebung des Linksabbiegens von der Gupfen- in die Bahnhofstrasse nach Niederuzwil. An der gleichen Info erging auch der Hinweis, dass die VelofahrerInnen von Oberbüren kommend nach Uzwil die Augartenkreuzung zur eigenen Sicherheit als FussgängerInnen passieren sollen. Und das für über acht Millionen! Sollen wir Uzwiler Bürger darauf auch noch stolz sein?

Ich wiederhole den Dank an jene, die den Weg für eine weitsichtige Lösung ermöglichen. Auch wenn Einzelne dafür harte Angriffe hinnehmen müssen. Vor allem FDP und CVP haben mit Tunnelblick einzig nur die Lichtsignalvariante als die Lösung gepriesen.

Wenn das Astra mit den Arbeiten am A1 Anschluss beginnt, die Arbeiten beendet und dort die Lichtsignale ihre Wirkung entfalten, schiebt sich der Verkehr noch heftiger Richtung Uzwil. Dann wird der Augarten noch mehr zum Staugarten.

Was tun, wenn eine Fläche, eine Etage, den Verkehr nicht mehr schlucken kann? Man behilft sich einer zweiten Etage, sprich einer Unterführung. Der Hauptverkehr passiert den Augarten mittels Unterführung von und nach Uzwil, Oberuzwil, Bichwil, Flawil, Jonschwil usw.. Auf der oberen Etage, dem Parterre, rollt der Verkehr durch den Kreisel. Das ist auch die sichere Passage für VelofahrerInnen und die Zufahrt zur Tankstelle.

Und diese Lösung ist keine Neuerfindung der Uzwiler oder der SVP. Nein. Es ist nur eine Kopie davon, wie an manch anderen Orten viel Verkehr bewältigt wird.

Die Bedenken von Gemeindepräsident Hr. Keel betreffend Schwerverkehr, das allfällige Anfahren bei der Aldi-Kreuzung sei sehr schwierig, gehören der Vergangenheit an. Die heutigen schweren Motorlastfahrzeuge sind so stark motorisiert, dass wir mit 400, 500 oder über 700 PS problemlos auch in 10% Steigungen anfahren können. Wenn wir jedoch am Lichtsignal anstehen müssen, hinterlassen wir Wellen im Belag, die regelmässig abgefräst und neu asphaltiert werden müssen.

Die Tunnelvariante bis an den Badikreisel finde ich einerseits interessant und beruhigend, andererseits übertrieben und gefährlich, weil damit das Gewerbe zwischen Augarten und Badikreisel abgewürgt wird.

Meine Anregung ist eine Sofortmassnahme: Das Linksabbiegen von der Gupfen- in die Bahnhofstrasse aufheben. Dadurch entstehen auf der Gupfenstrasse eine Spur gerade Richtung Autobahn und ein Rechtsabbieger Richtung Oberbüren. Die Kosten sind minim und in sehr kurzer Zeit (ein bis zwei Tage) umgesetzt. Als Folge unterbrechen die Linksabbiegenden den Verkehrsfluss nicht mehr und es ist ein Teil der bislang favorisierten Lösung.

Armin Bissegger, Uzwil | armin.bissegger@gmail.com