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Uzwil
29.04.2021
29.04.2021 15:57 Uhr

Die umfassende Erneuerung der Uzehalle läuft

Stefan Tobler ist Projektleiter Hochbau bei der Uzwiler Gemeindeverwaltung. Er nimmt im Projekt gegenüber Architekten, Fachplanern und Unternehmen die Interessen der Gemeinde wahr. Bild: Gemeinde Uzwil
Die Fassaden sind weg, das Dach ist teilweise offen. Wichtiger Aspekt, um den engen Fahrplan einzuhalten: Das Wetter…

Andernorts flitzt noch der Puck übers Eis, drehen Eiskunstläuferinnen ihre Pirouetten. Nicht in Uzwil. Wegen der Corona bedingten Einschränkungen schloss die Uzwiler Eishalle in Absprache mit den Vereinen ihre Tore schon anfangs März, damit früher mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden konnte. Das gibt etwas Luft im engen Sanierungsfahrplan. Der vorgezogene Start war gleichzeitig eine Herausforderung für die Planer und die involvierten Unternehmen. Und so bedeckt nun in Uzwil Holz statt Eis das Spielfeld. Das Holz schützt die empfindliche Eisplatte mit ihren eingelegten Rohren fürs Kältemittel während der Bauzeit. Läuft alles nach Plan, steht die Halle den Vereinen ab dem 7. September für ihre Saisonvorbereitung zur Verfügung. 

Acht Etappen

Dach und Fassade der Halle werden in acht Etappen zurückgebaut und erneuert. Das bedingt viel Arbeit auf dem hohen Dach der Halle: Abbruch des bestehenden Daches, Dachpfetten setzen, neue Gauben montieren und dann der Neuaufbau des Dachteils der jeweiligen Etappe. Die Etappen überlagern sich zeitlich. Und so sind zurzeit zwei grosse Flächen des Daches in Arbeit. Damit ist auch schnell erklärt: Entscheidend für den Fahrplan bleibt nebst der Leistung der Unternehmen das Wetter. Ist es allzu garstig, müssen die Arbeiten am Dach eingestellt werden. Stefan Tobler, Projektleiter Hochbau der Gemeinde: «Im April profitierten wir von zwei Wochen perfektem Bauwetter. Wir hoffen, das bleibt uns erhalten.»

Energiedach

Etappe für Etappe wird nun das Dach der Halle neu eingedeckt. Am Ende wird es mit einer Photovoltaikanlage den äusseren Abschluss finden. Diese Anlage – die grösste in der Gemeinde – wird einerseits Eishalle und Curlinghalle, anderseits in der Sommernutzung das Schwimmbad mit seinen energieintensiven Umwälzpumpen mit erneuerbarem Strom versorgen.

Fassade

Grösstenteils verschwunden sind die alte Fassade der beiden Stirnseiten und die Holzkonstruktion, welche die alten Fassadenplatten hielt. Die Zimmerleute haben bereits die neuen Stützen und Balken angebracht, an welche bald die neue verglaste Pfosten-Riegelfassade befestigt wird. Und der Glasbauer hat seinerseits mit der Montage der Unterkonstruktion für die grossflächigen dreifachverglasten Elemente begonnen. Um die Uzehalle entsteht nun eine luftdichte, wärmegedämmte Gebäudehülle, welche den Energieverbrauch für die Kühlung der Eisfläche markant senkt.

Viel Gerüst

Die Halle ist rundherum eingerüstet. Weil die Curlinghalle an die Eishalle angebaut ist, musste das Gerüst auf das Flachdach der Curlinghalle gestellt werden. Das erforderte, die Lasten in der Curlinghalle abzunehmen und ihr Dach von unten her abzustützen. Stefan Tobler: «Wir sind dem Curlingclub sehr dankbar, dass er unkompliziert dafür Hand bot.»

Konkurrenzfähig

Mit der Niedermann Holzbau AG und der Fraefel GmbH Bedachungen, beide aus Henau, der Gebrüder Mahler AG aus Niederuzwil und der Etavis Grossenbacher AG aus Uzwil sind aktuell auf der Baustelle einheimische Unternehmen gut vertreten. Stefan Tobler: «Als Gemeinde freuen wir uns, dass die einheimischen Unternehmen offeriert haben und den Zuschlag erhielten.»

Ein paar Zahlen zur Sanierung

4‘000 Quadratmeter Dach werden ersetzt

2‘500 Quadratmeter gross wird die Photovoltaikanlage

1‘700 Quadratmeter Fassade werden ersetzt

144 Kubikmeter Konstruktionsholz werden verbaut

5,78 Mio. Franken investiert die Gemeinde in die Sanierung

Gemeinde Uzwil