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Uzwil
07.04.2021
07.04.2021 07:32 Uhr

"Steuerfuss senken: mehr Geld im Portemonnaie!"

Mehr Geld im Portemonnaie. Bild: uzwil24.ch
Die FDP Uzwil nimmt Stellung zur Entwicklung der Uzwiler Steuereinnahmen und fordert ab 2022 eine Senkung des Steuerfusses.

FDP Uzwil

Die Gemeinde Uzwil wächst und damit auch der Steuerertrag. Mit der Senkung des Steuerfusses sollen die Portemonnaies der Bürgerinnen und Bürger gefüllt und die Gemeinde attraktiv gehalten werden.

Ein Vergleich der Jahresberichte 2012 und 2019 der Gemeinde Uzwil zeigt, dass trotz oder eben wegen der Reduktion des Steuerfusses von 142 % auf 133 % der Ertrag pro Einwohner um rund 10 % gestiegen ist. Seither ist die Bevölkerung Uzwils mengenmässig gewachsen und scheint in den kommenden Jahren weiter zu wachen. Dies ist unter anderem auf die interessanten Immobilienbauprojekte von Privaten sowie der stetig erweiterten resp. erneuerten Infrastruktur zurückzuführen. 

Wächst die Zahl der ständigen Wohnbevölkerung Uzwils, steigen im Normalfall die Steuereinnahmen der Gemeinde. Gleichzeitig lässt dieses Wachstum einige Ausgabenposten teilweise sprunghaft ansteigen, beispielsweise aufgrund zusätzlicher Schulklassen. Steigende Steuereinnahmen wecken aber auch Begehrlichkeiten und führen zu ineffizientem Einsatz der von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahler hart erwirtschafteten und mittels direkter Steuer zur Verfügung gestellten Geldmittel.

Mit der Überbauung Birkenhof entstehen beispielsweise 69 neue moderne Wohnungen in Uzwil. Angenommen, jede dritte Wohnung führt zu Neuzuzügen mit einem Einkommen, welches dem Schweizer Durchschnitt entspricht, steigen die Steuereinnahmen der Gemeinde Uzwil bereits um mehr als ein Steuerprozent an. Weiteres Potenzial bietet das Hirzenpark-Projekt, welches mit der ersten Bauetappe bereits 130 neue Wohnungen schafft und die Steuereinnahmen der Gemeinde Uzwil weiter anwachsen lässt.

Die allermeisten der umliegenden Gemeinden verfügen über niedrigere Steuersätze als die Gemeinde Uzwil. Ein Eins-zu-Eins-Vergleich der Steuersätze ist allerdings nur bedingt aussagekräftig, da in den wenigsten Fällen die Infrastrukturen (z.B. Sportplätze, Bahnhof etc.) gleich stark entwickelt sind. Hierzu genügt ein kurzer Blick auf die beiden Gemeinden Oberbüren und Zuzwil, welche im Vergleich zu Uzwil durchaus als Steuerparadies gelten. Nichtsdestotrotz kann sich Uzwil im Hinblick auf die langfristige Attraktivität dem Steuerwettbewerb nicht mehr länger entziehen. Des Weiteren wird eine Gemeinde mit niedrigen Steuersätzen attraktiv für gut ausgebildete und einkommensstarke Personen, welche für die lokalen und regionalen Arbeitgeber von grosser Wichtigkeit sind. Aus diesem Grund, vor allem aber aufgrund des Fakts, dass durch eine Steuersenkung die Bürgerinnen und Bürger mehr Geld im Portemonnaie haben, fordert die FDP Uzwil eine spürbare Reduktion des Steuersatzes per 2022.

FDP Uzwil, Präsident Yves Beutler