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Walter Frick: Ruhestand nach 35 Dienstjahren

Bild: Ernst Inauen
35 Jahre lang leistete Walter Frick als Wegmacher und Mitarbeiter im Bauamt der Gemeinde Niederhelfenschwil unzählige Arbeitsstunden. Er trug damit wesentlich zum positiven Gesamtbild der Gemeinde bei. Nach seinem Dienstjubiläum konnte er Ende Januar 2021 mit der Pensionierung in einen neuen Lebensabschnitt eintreten.

Ernst Inauen

Der Gemeinderat von Niederhelfenschwil wählte Walter Frick im Dezember 1985 als Nachfolger von Josef Keller zum neuen Gemeindestrassenwärter. Der gelernte Zimmermann musste sich in seiner neuen Funktion selbständig einarbeiten, wurde aber von den Ressortleitern des Gemeinderates und von den Gemeindepräsidenten Hugo Fritschi, Lucas Keel, Simon Thalmann und ganz kurz vom neu gewählten Gemeindepräsidenten Peter Zuberbühler unterstützt, wie Frick rückblickend erwähnt.  Das Pflichtenheft des Wegmachers tönte damals anders als heute und Arbeitsgeräte und Fahrzeuge waren nur wenige vorhanden. Neben dem Unterhalt und der Pflege des öffentlichen Gemeindestrassennetzes und der Güterstrassen fielen die Kontrolle der Gewässer und Abwasseranlagen sowie Einsätze für die Landwirtschaft, zum Beispiel bei Gemeindeviehschauen, in seinen Aufgabenbereich. Erst 2005 beschaffte die Gemeinde zur Ergänzung des kleinen Aebi-Bauamtsfahrzeugs einen leistungsstarken Kommunaltraktor der Marke Deutz-Fahr. 2013 ergänzte ein neues Kommunalfahrzeug den Maschinenpark. Mit der zunehmenden Bautätigkeit und der Erschliessung neuer Wohnquartiere nahm auch der vielfältige Arbeitsaufwand des Strassenwärters zu, sodass Walter Frick nach einigen Jahren mit Cornel Rusch einen Mitarbeiter erhielt.

Sondereinsätze im Winter

Kaum jemand ist der öffentlichen Kontrolle und Kritik mehr ausgesetzt als die Mitarbeiter des Bauamtes. Das bestätigte sich auch teilweise beim Wintereinbruch im Januar dieses Jahres mit den unerwartet grossen Schneefällen. „Obwohl wir schon nachts um drei Uhr aufstanden, sehr früh mit der Schneeräumung begannen und anschliessend auch tagsüber voll arbeiteten, mussten wir Prioritäten setzen und konnten nicht alle Strassen gleichzeitig pfaden und salzen“, erzählte Walter Frick im Gespräch mit Uzwil24. Nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner hätten Verständnis für die aussergewöhnliche Situation gezeigt, die für sie zur Mehrarbeit beim Freiräumen der Hauszufahrten und Vorplätze führte. Solche Wintersituationen sind aber in den letzten Jahren seltener geworden. Dennoch gibt es auch in dieser Jahreszeit genügend Arbeit, sind doch die Kommunalfahrzeuge und Geräte zu säubern und zu pflegen, oder die Bäume an den Strassenrändern zu schneiden. Auch die Altmetallsammlung oder das Einsammeln von Litteringabfällen entlang der Radwege und Strassen gehören zur Aufgabe des Werkhofs.

Arbeitseinsatz gewürdigt

Zum 30-jährigen Dienstjubiläum vor fünf Jahren gratulierten Gemeindepräsident Simon Thalmann und Liegenschaftsverwalter Roman Krucker dem Leiter Werkhof Walter Frick mit Geschenken. Thalmann würdigte seinen grossen Einsatz, seine Zuverlässigkeit und seine Vielseitigkeit. Liegenschaftsverwalter Roman Krucker schätze Walter Frick als Mitarbeiter und als Mensch, wie er betonte. Nach seinem letzten Arbeitstag am Freitag 29. Januar verabschiedete sich der Gemeinderat in seiner neuen Zusammensetzung von Walter Frick. Mit einem herzlichen Dank für den Einsatz in der Gemeinde während dreieinhalb Jahrzehnten wünschte er ihm alles Gute, Gesundheit und einen guten Start in seinen neuen Lebensabschnitt.

Zum 30-jährigen Dienstjubiläum gratulierten Gemeindepräsident Simon Thalmann (li) und Liegenschaftsverwalter Roman Krucker (re). Bild: Ernst Inauen

Neben der beruflichen Tätigkeit war für Walter Frick die Schafzucht eine grosse Leidenschaft, die er in der Freizeit mit grosser Liebe zu seinen Tieren pflegte. Als versierter Schafzüchter der Rasse Charollais und später der Rasse Exel übernahm er als Mitbegründer des Schafzuchtvereins Thurland und als langjähriger Präsident auch dort Verantwortung. Ausserdem wirkte er als interkantonaler Schauexperte. Er konnte während mehreren Jahren mit Erfolg beim Werkhof Zuckenriet für die Mitglieder der Genossenschaft die Schafschau organisieren, die auch bei der Bevölkerung Beachtung fand. Als sich die Mitgliederzahl immer mehr reduzierte, wurde Ende 2016 der Schafzuchtverein aufgelöst. Gleichzeitig gab Walter Frick auch seinen eigenen Zuchtbetrieb auf, weil sein bisheriger Standort nicht mehr zur Verfügung stand.

An der von Walter Frick organisierten Schafschau in Zuckenriet wurden die Tiere von Fachexperten bewertet und die bestpunktierten vorgeführt. Bild: Ernst Inauen
Walter und sein Sohn Pascal betrieben die Schafzucht mit Leidenschaft und konnten schöne Erfolge feiern. Bild: Ernst Inauen
Ernst Inauen