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Kanton SG
06.02.2021

Grüne: «FDP ignoriert Gefahr einer dritten Welle»

Nach den St.Galler Grünen könnten verfrühte Lockerungen zu einer dritten Corona-Welle führen. (Symbolbild)
Die Grünen wenden sich gegen die Forderung der St.Galler FDP, rasch aus dem Lockdown auszusteigen und den Kantonen das Heft wieder in die Hand zu geben. Eine dritte Welle müsse vermieden werden.

Während sich die Ansteckungszahlen der mutierten Variante des Corona-Virus wöchentlich verdoppeln und in einigen Kantonen der Reproduktionswert wieder über 1 liegt, fordert die St.Galler FDP den raschen Ausstieg aus dem Lockdown.

Statt Lockerungen vielmehr zusätzliche Massnahmen

Daniel Bosshard, Kantonalpräsident der Grünen, meint dazu: «Auch wenn wir alle das Ende des Lockdowns und die Rückkehr zur Normalität herbeisehnen, sind angesichts einer möglichen dritten Corona-Welle solche Forderungen verfrüht. Anstelle von Lockerungen müsste vielmehr über gezielte zusätzliche Massnahmen diskutiert werden.»

Die Vermeidung einer dritten Corona-Welle hat höchste Priorität, sowohl für die Gesundheit der Bevölkerung als auch für die Wirtschaft.

Gegen kantonale Alleingänge und zu lockere Politik

Die Grünen wollen zudem nicht, dass die Kantone schnellstmöglich wieder das Heft in die Hand nehmen. Einerseits darf es bei den Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht wieder zu kantonalen Alleingängen kommen, andererseits haben einzelne Kantone und insbesondere der Kanton St.Gallen während der zweiten Corona-Welle eine zu lockere Corona-Politik betrieben. Durch ein früheres Einschreiten des Bundes hätten damals viele Todesfälle verhindert werden können.

Die Grünen erwarten von der Regierung, dass diese den Forderungen der FDP nicht nachkommt und sich nicht wie bereits im Herbst 2020 wieder gegen den Bundesrat auflehnt.

Grüne Kanton St.Gallen