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Kanton SG
04.02.2021

Familienplattform Ostschweiz soll aufgelöst werden

Seit ihrer Gründung 2005 hat die Familienplattform Ostschweiz (FPO) durch den Austausch mit ihren Mitgliedern – Ostschweizer Unternehmen, aber auch Kantone, Gemeinden und Wirtschaftsverbände – viel zugunsten einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreicht und zu einer höheren Sensibilisierung beigetragen.

Seit ihrer Gründung 2005 hat die Familienplattform Ostschweiz (FPO) durch den Austausch mit ihren Mitgliedern – Ostschweizer Unternehmen, aber auch Kantone, Gemeinden und Wirtschaftsverbände – viel zugunsten einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreicht und zu einer höheren Sensibilisierung beigetragen.

Nachfrage nach Dienstleistungen sinkt

In dieser Zeit setzte sich der gesellschaftliche Wandel stark fort. Das Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist mittlerweile in der Breite der Gesellschaft angekommen. Unternehmen erkennen die Bedeutung, Mitarbeitenden flexiblere Arbeitsbedingungen zu gewähren, um Familien- und Berufsleben besser kombinieren zu können. Die Personalabteilungen haben ihr Know-how entsprechend auf- und ausgebaut. Und die dafür notwendigen Informationen sind dank der fortschreitenden Digitalisierung sowohl für Personalabteilungen als auch Arbeitnehmende einfacher zugänglich.

Damit wird die FPO ein Stück weit Opfer ihres eigenen Erfolges: «Wir stellen fest, dass die Dienstleistungen der FPO aufgrund der stärkeren Verankerung des Themas in den Unternehmen und der gesamten Gesellschaft nicht mehr im gleichen Masse nachgefragt werden», erklärt Vereinspräsident Christof Stürm. Während des vergangenen Jahres hat der FPO-Vorstand deshalb anlässlich eines Strategieprozesses die letzten Jahre analysiert und hinterfragt. Schliesslich wurden Optionen erarbeitet und geprüft. Der FPO-Vorstand ist zum einstimmigen Entschluss gelangt, der digital durchgeführten Generalversammlung von anfangs März 2021 die Auflösung des Vereins zu beantragen.

Nachfolgelösungen wurden geprüft

Der Vorstand führte verschiedene Gespräche mit Verantwortlichen von Organisationen, die sich ebenfalls für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen, um Nachfolgelösungen in sämtlichen oder einem Teil der Aktivitäten zu prüfen. Leider führten diese zu keinem befriedigenden Ergebnis.

Der Verein, der Arbeitgeber im Thema «Vereinbarkeit von Beruf und Familie» berät, sieht seine Mission weitgehend erfüllt: Dank der besseren Verankerung des Themas in Wirtschaft und Gesellschaft werden die Dienstleistungen der Familienplattform Ostschweiz nicht mehr im gleichen Masse nachgefragt.

mik/pd