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Kanton SG
05.01.2021

Stadtautobahn: Bald geht es los

Mit der rechtskräftigen Plangenehmigungsverfügung können die Hauptarbeiten der Stadtautobahn voraussichtlich ab Mitte 2021 aufgenommen werden.

Die Autobahn A1 ist die wichtigste Verkehrsachse in der Stadt St.Gallen. Nach einer Betriebszeit von über 30 Jahren ist eine Instandsetzung der Stadtautobahn notwendig, um den sicheren Betrieb der Anlagen für weitere 15 bis 20 Jahre zu gewährleisten. Das Bundesamt für Strassen ASTRA plant die Sanierung der Stadtautobahn zwischen Winkeln und Neudorf inklusive der Anschlüsse Kreuzbleiche und St.Fiden. 

Rechtskraft bestätigt

Im September 2020 wurden gegen Teile des Projekts Beschwerde eingereicht. In sei-ner Stellungnahme an das Bundesverwaltungsgericht verfolgte das ASTRA darauf das Ziel, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde für das Gesamtprojekt aufzuheben. Mit der Erlangung der rechtskräftigen Plangenehmigungsverfügung (PGV) für jene Be-standteile, die von der Beschwerde nicht betroffen sind, wurde diese Vorgehensweise bestätigt. Somit können die Arbeiten detailliert geplant und realisiert werden.

Beginn der Hauptarbeiten

Bereits seit Sommer 2018 werden auf der Stadtautobahn Vorarbeiten für die Instandsetzung realisiert. Bis im Frühling 2021 werden weitere Vorausmassnahmen wie das Einrichten der Installationsplätze und die Erweiterung der Betriebszentralen umgesetzt.

In der zweiten Jahreshälfte 2021 ist die Aufnahme der Hauptarbeiten geplant. In der Etappe I werden die Fahrbahn, ein Grossteil der Brücken und Stützmauern sowie der Tunnel Stephanshorn instandgesetzt. Zuerst wird der Abschnitt Winkeln bis Sitterviadukt saniert. Arbeiten, die einen Abbau von Fahrspuren erfordern, finden grundsätzlich nur nachts statt.

Ab 2022 wird im Abschnitt Sitterviadukt bis Neudorf sowohl tagsüber wie auch in der Nacht gearbeitet. Parallel dazu finden die Arbeiten der Überdeckung Rosenberg Ost (Drittprojekt der Olma Messen St.Gallen) statt. In der Etappe II (voraussichtlich ab 2024) werden die Tunnel Rosenberg, Schoren und St.Fiden instandgesetzt.

Diese Arbeiten erfordern Sperrungen von Tunnelröhren und werden daher mehrheitlich nachts ausgeführt. Mit den Abschlussarbeiten (voraussichtlich ab 2027) werden die Knotenbereiche bei den Anschlüssen instandgesetzt und diverse Arbeiten an den Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen realisiert.
Die für das Instandsetzungsprojekt veranschlagten Gesamtkosten betragen über 500 Millionen Franken und werden vollumfänglich vom ASTRA getragen.

Spitzenstunden entlasten

Da die Kapazitätsgrenze der Stadtautobahn während der Spitzenstunden am Morgen und Abend schon jetzt erreicht respektive leicht überschritten wird, sind gewisse Verkehrseinschränkungen während der Instandsetzung unvermeidbar. Damit die Leistungsfähigkeit der Stadtautobahn auch während der Bauarbeiten erhalten bleibt, muss der Verkehr während der Stosszeiten insbesondere in den Jahren 2022 und 2023 um 10 Prozent reduziert werden. Dies bedingt ein Engagement aller Verkehrsteilnehmenden. 

mik/pd