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Kanton SG
15.12.2020

Kurswechsel: «Es kommen strenge Massnahmen»

(Regierungspräsident Bruno Damann, Vorsteher des Gesundheitsdepartementes)
Am Dienstagnachmittag um 14 Uhr nahm der Kanton St.Gallen Stellung zur aktuellen Lage der Corona-Pandemie. Es informierten Bruno Damann, Beat Tinner, Marc Mächler und Danuta Zemp.

Die Regierung sowie Fachleute haben am Dienstagnachmittag an einer Medienorientierung die aktuelle Lage einschätzen, die Umsetzung der Härtefallregelung kommunizieren und Fragen beantworten.

Anwesend waren:

  • Regierungspräsident Bruno Damann, Vorsteher des Gesundheitsdepartementes
  • Regierungsrat Beat Tinner, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes
  • Danuta Zemp, Kantonsärztin
  • Marc Mächler, Vorsteher des Finanzdepartements

Die wichtigsten Informationen in Kürze: 

  • Bruno Damann: «Die Situation ist besorgniserregend. Wir sind der Meinung, dass die aktuellen Massnahmen nicht reichen werden.» Am Samstag trifft sich die Regierung für eine aussordentliche Sitzung. «Es ist mit strengeren Massnahmen zu rechnen.» Sollte der Bundesrat am Freitag keine weiteren Massnahmen ergreifen, so wird dies der Kanton tun. Man sei aber gegen einen strengen Lockdown, wo alle Geschäfte schliessen müssten. Denn es gebe keine Hinweise, dass es dort zu vielen Ansteckungen kommt. 
  • Kantonsärztin Danuta Zemp: Die Anzahl der Fälle habe sich auf einem sehr hohen Niveau eingependelt. Der R-Wert liegt im Kanton St.Gallen bei 1,14. Seit Beginn der Pandemie sind 360 Menschen an Covid-19 gestorben.Vor allem Personen über 80 seien betroffen. Die Auslastung der Intensivbetten liegt bei 70 Prozent. 
  • Feiertage: «Es gibt aktuell viele Ideen, wie man trotz den Masnnahmen zusammen sein kann», so die Kantonsärztin. Sie mahnt zur Vorsicht und bittet die Bevölkerung nicht den Notdienst zu nutzen, um einen Schnelltest vor dem Weihnachtsfest zu machen. Der Notfalldienst sei für schwer Erkrankte. 
  • «Versuchen Sie bitte nicht die Lücken in der Regelung zu finden, sondern befolgen Sie die Massnahmen so, dass wir die Pandemie bekämpfen können», so Zemp.
  • Härtefallregelung: Beat Tinner und Marc Mächler stellen die Härtefallregelung vor. Insgesamt stehen im Kanton St.Gallen vorerst 22,6 Millionen Franken für Härtefallmassnahmen zur Verfügung. Die Mittel werden je zur Hälfte durch den Bund und durch den Kanton bereitgestellt. Um sicherzustellen, dass die Finanzhilfen die angestrebte Wirkung entfalten, schränkt die Regierung den Kreis der Bezügerinnen und Bezüger auf folgende Branchen ein: Gastronomie, Hotellerie, Reisen und Tourismus, Märkte und Messen, Freizeit und Veranstaltungen, Tierparks. Mehr dazu finden Sie hier.
  • Skigebiete: Damann fände es gut, wenn das Skifahren in der ganzen Schweiz über die Feiertage untersagt wird. Dies, um Spitäler nicht noch mehr zu belasten. 
  • Restaurants: Auf die Frage, ob Restaurants geschlossen werden sollen, sagt Bruno Damann: «Wir werden uns darüber am Samstag beraten. Es kann aber sein, dass die Restaurants ganz schliessen müssen.»
  • Schulen: Die Primarschulen möchte man nach wie vor nicht schliessen. Ob die Sekstufe 2 vielleicht Fernunterrricht nach den Ferien hat, wird derzeit diskutiert.

Die nächste Medienkonferenz zum Thema Impfen findet am Donnerstag um 10 Uhr statt.

Uzwil24