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Kanton SG
11.12.2020

St. Gallen: Jetzt demonstrieren die Wirte

Hunderte versammelten sich am Freitagnachmittag in der Stadt St.Gallen und demonstrierten für ihre Branche. (Bild: Matilda Good)
Die Existenz der Gastronomie und Hotellerie ist wegen den Corona-Massnahmen in Gefahr. Deshalb veranstalten die Betroffenen in der Stadt St.Gallen eine Kundgebung.

Genug, ist genug: Den St.Galler Gastronomen und Hotelliers ist der Kragen geplatzt. Der Bundesrat verkündete heute eine Sperrstunde von 19 Uhr. «Das ist der Todesstoss», sagte Walter Tobler, Gastropräsident des Kanton St.Gallen. Kurze Zeit später versammelten sich die Betroffenen um 15 Uhr am Kornhausplatz in der Stadt St.Gallen. Hunderte zogen mit Plakaten durch die Stadt. 

 

Initiant der Kundgebung ist Florian Reiser. Er ist Geschäftsführer der Focacceria AG. (Bild: Matilda Good)

Die ständig wechselnden Rahmenbedingungen des Bundesrates und der Kantone verunmöglichen den Gastronomen und Hoteliers ein Planen oder wirtschaftliches Arbeiten, geschweige denn, überleben zu können. Viele Gewerbe aus der Gastrobranche stehen vor dem endgültigen aus. Deshalb wollen die Betroffenen nun auf die Strassen und veranstalten eine Kundgebung. 

 

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Existenz ist bedroht

«Dass die Regierung stets neue Entscheidungen treffe, welche dann von den Bars, Restaurants und Hotels umgesetzt werden sollen, sei verständlich und an sich kein Problem. Wir fordern aber, dass die Entscheidungsträger endlich ihre echte Verantwortung übernehmen und uns ein sofortiges finanzielles Unterstützungspaket zusprechen. Deutschland und Österreich machen es uns vor», sagt Florian Reiser, Initiant der Kundgebung und Gastrounternehmer der Focacceria AG. 

Die Lebensgrundlagen der Gastronomie und Hotellerie und die damit verbundenen Existenzen sei akut bedroht. «Hinter jedem Arbeitgeber stehen zahlreiche Lieferanten und Mitarbeitende. Hinter genau diesen stehen unzählige Familien. Der Rattenschwanz ist lang. Es betrifft uns alle», so der Gastronom.

Kundgebung in der Stadt St.Gallen

Das Gastrogewerbe wehre sich zwar nicht gegen die Massnahmen, doch nun sei die Zeit gekommen, um auf sich aufmerksam zu machen. Ihre Forderung: Eine finanzielle Unterstützung in Form von à fonds perdu Beiträgen. Im Video: Walter Tobler, Gastropräsident des Kanton St.Gallen.

 

Miryam Koc/Matilda Good