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Zuzwil
18.11.2020
19.11.2020 09:10 Uhr

Zuzwil: Amtsdauer endet – ein Rückblick

Die Amtsdauer 2017 bis 2020 neigt sich dem Ende zu. In den vergangenen vier Jahren konnte in Zuzwil viel erreicht werden. Für die Schülerinnen und Schüler sowie die Sportlerinnen und Sportler wurde beispielsweise eine neue Sporthalle erstellt. Zudem wurden verschiedene Strassenzüge saniert und verkehrssicherer gestaltet.

Zu Beginn jeder Amtsdauer legt der Gemeinderat seine Ziele und Strategien fest, die er auch publiziert. Da in sechs Wochen die laufende Amtsdauer endet, hat sich der Rat kürzlich getroffen, um unter externer Moderation Bilanz zu ziehen. 

Grosse Projekte

Die grösste Baustelle der Gemeinde während der Legislaturperiode war auf dem Schulareal zu finden. Im Juli 2018 wurde mit dem Rückbau der alten Doppelturnhalle und anschliessend mit dem Neubau gestartet. Nach einer zügigen Umsetzung wurde die neue Sporthalle Ende September 2019 den Schulkindern sowie den Vereinen zur Benutzung übergeben. Anlässlich eines Tages der offenen Tür konnte die Bevölkerung Ende November 2019 die grosszügigen, freundlichen Räumlichkeiten besichtigen. 

Strassen beruhigt

Im Bereich Verkehr wurde einiges bewegt. Verschiedene Sanierungen von Strassenzügen haben zur Verbesserung der Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmende beigetragen. Zusammen mit der Erneuerung der Oberdorfstrasse, Einlenker Lenterstrasse bis Gemeindegrenze Wuppenau, konnte der «Hang», welcher anfangs 2018 auf die Strasse rutschte, gesichert werden. Die Ifangstrasse wurde verkehrsberuhigend saniert. Bei der Industriestrasse «Nord» sowie der Lindaustrasse konnte durch den Einbau des Deckbelags die Sanierung in diesem Sommer abgeschlossen werden. Im Bereich des öffentlichen Verkehrs (öV) wurde an der Herbergstrasse eine Umsteigeanlage gebaut und an der St.Gallerstrasse eine provisorische Bushaltestelle eingerichtet. Diese wird voraussichtlich im Sommer 2021 ausgebaut und definitiv ins öV-Netz übernommen. 

Notwendiger Neustart

Projekte, von welchen grosse Teile der Bevölkerung direkt betroffen sind, können Emotionen hervorrufen und eine breite Verunsicherung auslösen. So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urnenabstimmung die beiden vorgeschlagenen Hochwasserschutzmassnahmen abgelehnt. Da die Gemeinden verpflichtet sind, die Gewässer hochwasserschutzsicher zu gestalten, wurde der Prozess für die Sanierung des Dorfbachs im Frühjahr 2020 neu gestartet. Eine Projektgruppe mit verschiedenen Vertretungen aus Parteien, Gruppierungen und Korporationen erarbeitet derzeit die entsprechenden Grundlagen und sucht gemeinsam einen Fachplaner, welcher das neue Projekt begleiten wird. Bis dieses vorliegt, werden einige Monate vergehen. Der Gemeinderat wird die Bevölkerung über die einzelnen Schritte umfassend informieren.

Zusammenarbeit weiter ausgebaut

Per 1. Januar 2019 haben die drei Spitex-Vereine Uzwil, Wil-Land und Oberuzwil-Jonschwil-Lütisburg fusioniert. Die neue «Spitex Region Uzwil», bestehend aus acht Gemeinden der Region, hat sich mittlerweile etabliert und erbringt ihre Dienstleistungen wie gewohnt. Im Bereich der öffentlichen Sicherheit wurden die Ressourcen gebündelt. Die Gemeinderäte von Oberbüren, Oberuzwil, Niederhelfenschwil, Uzwil und Zuzwil haben einer Regionalisierung mittels Verbundlösung zugestimmt. Die Feuerwehr Region Uzwil ist seit Januar 2020 neu organisiert. Die Gewässer sind immer stärker mit organischen Spurenelementen (Mikroverunreinigungen) belastet. Da diese in herkömmlichen Abwasserreinigungsanlagen (ARA) nicht eliminiert werden, sind Nachrüstungen nötig. Jonschwil, Uzwil, Wil und Zuzwil haben deshalb beschlossen, gemeinsam eine regionale, moderne ARA Thurau zu planen. Die Grundsatzabstimmung wird voraussichtlich im Jahr 2022 erfolgen. 

Umsetzung Raumplanung

Das «Gesicht» der Gemeinde verändert sich aufgrund der laufenden Bautätigkeit stetig – die Behörden sind mit der «Innenverdichtung» und Erschliessung von Baugebieten stark gefordert. So entstanden und entstehen verschiedene Wohnmöglichkeiten in den Gebieten Lindau, Mettlen, Räbgrueb, Sonnenberg usw. sowie neue Geschäftsbetriebe an der St.Gallerstrasse in Züberwangen und Zuzwil. Gemäss Vorgaben des Kantons sind die Planungsinstrumente dem neuen Planungs- und Baugesetz anzupassen. Bereits wurden das Raumkonzept sowie die Richtplanung nach Vorprüfung beim kantonalen Baudepartement und der Durchführung einer öffentlichen Vernehmlassung abgeschlossen. Nun geht es in den nächsten Jahren an die Überarbeitung des Baureglements, des Zonenplans und der Schutzverordnung. 

Infrastruktur modernisiert

Die Gemeinde Zuzwil ist seit rund drei Jahren flächendeckend mit Unterflurbehältern bestückt. Anfängliche Skepsis ist gewichen und heute ist die grosse Mehrheit zufrieden mit der jederzeit möglichen Entsorgung der Kehrichtsäcke.

In der zu Ende gehenden Legislatur wurden zahlreiche Haushalte und Gewerbebetriebe am Glasfasernetz (FTTH) angeschlossen. Dieses Projekt wird die Verantwortlichen noch bis ins Jahr 2022 begleiten. Bis dahin verfügen viele Haushalte im Gemeindegebiet über einen Glasfasernetz-Anschluss, der auch eine verlustfreie Datenübertragung sowie die volle Bandbreite gewährleistet. Zusätzlich wurde die Versorgungssicherheit mit drei neuen Trafostationen erhöht. Auf der Schulanlage wurden ein neuer Mehrzweck- und Begegnungsplatz mit Kleinkinderspielplatz, eine Bocciabahn sowie Tischtennistische erstellt.

Niedrige Steuern

Dank glücklichen Umständen weist Zuzwil in der Region Wil seit Jahrzehnten den tiefsten Steuersatz aus. Entgegen der Ziele für die laufende Amtsdauer konnte dieser nochmals deutlich gesenkt werden. Auch in den vergangenen vier Jahren ist der Gemeinderat sorgsam und verantwortungsvoll mit den Steuergeldern der Bürgerschaft umgegangen. Davon zeugt, dass der Gemeinderat gewisse Bereiche aktiv steuern kann, wie beispielsweise bei Bauten oder Investitionen, und das Kostenbewusstsein in der Regel zu einem guten Jahresergebnis führte. In anderen Bereichen, in welchen die Gemeinde aufgrund von gesetzlichen Verpflichtungen keinen Handlungsspielraum hat, wie beispielsweise bei der Pflegefinanzierung oder beim Anteil an den öffentlichen Verkehr, stiegen die Ausgaben überproportional. Die Umsetzung der Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) sowie die aktuelle Corona-Krise werden den finanziellen Haushalt der öffentlichen Verwaltungen in den nächsten Jahren stark beeinflussen.

Viele Absagen

Dank engagierter Vereine, Kommissionen, Privaten und der Unterstützung durch die öffentliche Hand besteht in der Gemeinde ein vielfältiges Freizeitangebot. Leider fielen dieses Jahr viele Anlässe der Corona-Krise zum Opfer. Auch für das nächste Jahr mussten erste Veranstaltungen abgesagt werden. Bleibt zu hoffen, dass die Krise bald überwunden wird, damit sich die Bevölkerung im nächsten Jahr wieder an Anlässen wie den «Zuzwiler Facetten», der Chilbi,Neuzuzügerbegrüssung, Bundesfeier, Konzerten und Unterhaltungsabenden sowie die Jugendlichen beim «MidnightSports» begegnen und austauschen können.

Dank für Engagement

Der Gemeinderat dankt allen Behörden- und Kommissionsmitgliedern, den Delegierten, den engagierten Personen in Vereinen, Parteien, Kirchen, Körperschaften, Gewerbebetrieben usw. Der Dank richtet sich zudem an die vielen freiwilligen, stillen Helferinnen und Helfern. Zuzwil ist nur dank dem unermüdlichen Einsatz aller lebendig und attraktiv. Für die Unterstützung jedes Einzelnen für ein friedliches Zusammenleben und ein gemeinsames Vorwärtskommen wird ebenfalls ein Dank ausgerichtet.

Neuer Gemeinderat konstituiert sich

Am 31. Dezember 2020 endet die Legislatur 2017 bis 2020. Im September wurden die Behörden für die Amtsdauer 2021 bis 2024 gewählt. Zur Vervollständigung des Schulrates findet Ende November 2020 ein zweiter Wahlgang statt. Der Gemeinderat in neuer Zusammensetzung wird noch in diesem Jahr die konstituierende Sitzung abhalten. Ebenfalls ist im kommenden Frühjahr eine Ratsklausur für die Festlegung der Strategie und Ziele der neuen Amtsdauer geplant. Die Resultate aus der Ratsklausur und den damit verbundenen Schwerpunkten werden zu gegebener Zeit kommuniziert.

 

Gemeinde Zuzwil