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Uzwil
14.06.2017
05.11.2020 17:01 Uhr

BC UZWIL SETZT NÄCHSTE SAISON AUF VIER EIGENGEWÄCHSE UND ENGAGIERT JELLE MAAS

Die Schockstarre beim Badmintonclub Uzwil war gross, als Anfang April das NLA-Team überraschend im Playoff-Halbfinal ausschied. Im Interview blickt BCU-Präsident und Sportchef Jürg Schadegg auf die emotionale Zeit zurück und verrät Details zur Zukunft.

Zwei Monate sind seit dem bitteren Halbfinal-Aus vergangen. Schmerzt die Niederlage noch immer?

Jürg Schadegg: Als Favorit zu stürzen tut natürlich weh. Auch dieses Jahr waren wir nur einige Punkte vom Finaleinzug entfernt. Wenn so wenig fehlt, hinterfragt man sich noch mehr, was man hätte anders machen können. Vielleicht fehlte auch das letzte Quäntchen Wettkampfglück. Wenn man das Halbfinal sowohl auswärts als auch im Heimspiel nicht gewinnen kann, muss man anerkennen, dass der Gegner alles richtig gemacht hat.

Wie schreiten die Planungen für die nächste Saison voran? Kann das Kader gehalten werden?

Unsere Mannschaft bleibt erfreulicherweise grösstenteils zusammen. Christian Bösiger wird kürzertreten, dafür wird Nicolas Blondel nach seinem kurzfristigen beruflichen Auslandaufenthalt ins Team zurückkehren und das Männerteam vor allem im Doppel verstärken. Besonders freut mich, dass Kevin Joss die Herausforderung nochmals annimmt und die kommende Saison als vollwertiges Mitglied des NLA-Teams bestreiten wird. Somit figurieren mit Cendrine Hantz, Tenzin Pelling, Julien Scheiwiller und Kevin Joss insgesamt vier Uzwiler Eigengewächse im Stammkader. Das ist einzigartig in der Nationalliga A!

Gibt es weitere Neuzugänge?

Unser Fanionteam muss bei der Teamzusammenstellung variabler werden. Deshalb entschied sich die sportliche Leitung den 26-jährigen holländischen Nationalspieler Jelle Maas zu verpflichten. Er gilt als ausgewiesener Doppelspezialist mit grosser internationaler Erfahrung.

Welche Ziele will der Verein mit dem Fanionteam anstreben?

Wir wollen wieder die Playoff-Spiele erreichen. Das ist realistisch, obwohl alle Mannschaften in der Nationalliga A noch stärker einzustufen sind. Dies hängt auch mit der neuen Regelung zusammen, welche es ausländischen Spielern künftig erlaubt in mehreren europäischen Meisterschaftsligen gleichzeitig zu spielen. Dadurch werden die Spiele noch spannender. Der BC Uzwil ist dafür bereit. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sind in der nächsten Saison ganz bestimmt wieder Höhenflüge möglich.