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17.10.2018
05.11.2020 16:04 Uhr

LENGGENWILER PFARRER KURT KRETZ - 20 JAHRE IN PERU IM EINSATZ

Vor 30 Jahren starb der Lenggenwiler Pfarrer Kurt Kretz bei einem Flugzeugabsturz. Zuvor hatte er sich fast 20 Jahre für die Menschen auf dem Hochland von Peru eingesetzt.

Am Missionssonntag, 21. Oktober 2018, findet um 10.30 Uhr in Lenggenwil ein Gottesdienst mit einem Info- und Gedenkteil zu Kurt Kretz statt. Beim anschliessenden Missionsverkauf haben Interessierte die Möglichkeit, von Stiftungsratsmitgliedern mehr über die Projekte in Peru zu erfahren und Textilprodukte aus Alpaka-Wolle zu kaufen.

Vor 30 Jahren bei Flugzeugabsturz gestorben

Am 25. Oktober 1988, also vor ziemlich genau 30 Jahren, starb Kurt Kretz im Alter von nur 46 Jahren bei einem Flugzeugabsturz in Peru. In Lenggenwil geboren, durfte er 1967 seine Primiz in Niederhelfenschwil feiern. Anschliessend wirkte er als Dekan in Widnau, bevor er 1969 nach Südamerika aufbrach. Auf dem Hochland von Peru setzte er sich mit viel Engagement für die arme Bevölkerung ein. So baute er kleine Betriebe für das Herstellen von Produkten aus Alpaka-Wolle auf und war später auch beim Aufbau einer Fischzucht im Arapa-See beteiligt.

"Padre Conrado" Pfarrer und Unternehmer für die Armen

Otto Hutter, ein ehemaliger Studienkollege, schrieb in seinem Nachruf: „Zwar war er von ganzem Herzen Priester und Missionar, die äusseren Umstände zwangen ihn jedoch auch Unternehmer, Bauzeichner, Fachmann für biologischen Anbau, Imker, Gründer von Handarbeitsbetrieben und Berater für Strickmodelle und Fellverwertung zu sein.“ Seit dem Tod von Padre Conrado, wie er von den Peruanern genannt wurde, setzt sich die Stiftung Conrado Kretz dafür ein, sein Werk im auf rund 3800 Metern über Meer gelegenen Arapa weiterzuführen.

Markus Degen als Nachfolger

Glücklicherweise konnte 1988 mit Markus Degen ein Schweizer Pfarrer mit ebenso viel Engagement seine Nachfolge in Arapa übernehmen. Die Fischzucht gibt heute vielen Menschen Arbeit, vor rund zehn Jahren wurde in Arapa eine Schule für geistig behinderte Kinder eröffnet, und Mitte Oktober kann ein neues Labor zur Verarbeitung von Heilkräutern eingeweiht werden. Noch immer stricken Frauen aus der feinen Alpakawolle hochwertige Pullover, Schals und Handschuhe.

Uzwil24