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24.11.2022

Engeres Zusammenleben in der Schweiz

In der Schweiz heisst es zusammenrücken: Die Baugebiete sind kaum gewachsen, die Bevölkerung hingegen schon. (Themenbild) Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Bauen – In der Schweiz rücken die Menschen näher zusammen, sowohl in ihren Wohnungen als auch bei der Arbeit. Die neueste Bauzonenstatistik zeigt, dass die eingezonten Flächen insgesamt kaum zugenommen haben, während die Bevölkerung gewachsen ist.

Zwischen 2017 und 2022 ist die Bauzonenfläche um lediglich ein Prozent auf rund 234'000 Hektaren gewachsen, wie das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) am Donnerstag schrieb. Schon in den fünf Jahren zuvor sei das Wachstum nur gering gewesen.

282 Quadratmeter Bauzonenfläche beansprucht jeder Einwohner und jede Einwohnerin der Schweiz zurzeit. Vor fünf Jahren waren es noch 291 Quadratmeter und vor zehn Jahren 309 Quadratmeter. Neubauten würden heute grösser und höher gebaut, um die Flächen besser auszunutzen.

Dass Bauzonen kaum noch wachsen, ist laut ARE grösstenteils auf die Raumplanung in den Kantonen zurückzuführen. Den Gemeinden wird vorgegeben, ihre Siedlungen nach innen zu entwickeln und verdichtet zu bauen. So schreibt es das Raumplanungsgesetz von 2014 vor.

Dass geringe Wachstum der eingezonten Flächen liegt nicht an Wohn- und Arbeitsgebieten. Zugenommen haben vor allem die Verkehrsflächen, also die für Strassen und Gleise vorgesehenen Gebiete.

In den vergangenen zehn Jahren wurden in der Schweiz 6000 Hektaren Land überbaut. Laut ARE entspricht das etwas mehr als der Fläche der Stadt Bern. Baulandreserven sind aber nach wie vor vorhanden. Knapp die Hälfte davon befindet sich in Städten, etwas mehr als ein Viertel in stadtnahen und ein Viertel in ländlichen Gemeinden.

Keystone-SDA