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Kirchenkonzert mit Blasmusik und Chorgesang

Hörens- und sehenswert waren ebenfalls die gemeinsamen Auftritte der Musig und des Kirchenchors. Bild: Ernst Inauen
Am Abend vor dem Muttertag erfreuten die Musig Lenggenwil unter der Leitung von Josef Meienhofer und der Kirchenchor unter der Leitung von Beatrice Hidber die Besuchenden des Kirchenkonzerts mit anspruchsvoller Blasmusik und schönen Chorliedern.

von Ernst Inauen

Das Kirchenkonzert der Musig Lenggenwil zum Muttertag gehört seit vielen Jahren im Jahresprogramm des Vereins zur Tradition, die nach mehrjährigem Unterbruch wieder aufgenommen wurde. Gleichzeitig bedeutet es dieses Jahr als erste Standortbestimmung vor Publikum, stehen doch am 29. Mai der Kreismusiktag in Zuckenriet und am 18. Juni die Teilnahme am Luzerner Kantonalmusikfest bevor. So bedeutete denn auch das Aufgabenstück des Luzerner Kantonalfestes „Les Sires de Glane“ der Höhepunkt, mit dem die Musig Lenggenwil in der 3. Stärkeklasse punkten will. In der voll besetzten St.Mauritiuskirche wurden die Zuhörenden mit genussvoller Blasmusik und dem gefälligen Gesang des Kirchenchors verwöhnt. Durch das abwechslungsreiche Programm führten Seraina Hug und Mia Hälg mit Informationen über die gewählten Titel. In gewohnt hoher Qualität überzeugten die musikbegeisterten Lenggenwiler Musikantinnen und Musikanten unter der Leitung von Josef Meienhofer auch beim diesjährigen Muttertagskonzert mit ihren hochstehenden Darbietungen.

Einmal mehr bot die Musig Lenggenwil ein vielfältiges, hochstehendes Programm. Bild: Ernst Inauen
Präsident Christian Senn hiess die Besucherinnen und Besucher zum Kirchenkonzert willkommen. Bild: Ernst Inauen
Einen grossen Anteil am Erfolg hatte Dirigent Josef Meienhofer, der sich zufrieden zeigte. Bild: Ernst Inauen

Anspruchsvolles Aufgabenstück für das Kantonale

Zum Auftakt sang der Kirchenchor auf der Empore das kirchliche Lied „Lobt den Herrn der Welt“, das aus der barocken Komposition „Trumpet voluntary“ von Henry Purcel arrangiert wurde. Franz Meienhofer, Orgel und Lukas Hilber, Trompete begleiteten den Chor. Schottische Klänge ertönten bei der Komposition „Highland Cathedral“, die von Michael Korb und Ulrich Roever für die Highlandgames in Deutschland kreiert und von Andrew Duncan ohne Dudelsackeinlagen für Blasmusik arrangiert wurde. Das anspruchsvolle, dreiteilige Aufgabenstück „Les Sires de Glane“ von Lucas Francey war ein erster Prüfstein. Es basiert auf der Geschichte einer Freiburger Adelsfamilie im 12. Jahrhundert, die über einen Teil des Kantons herrschte. In der Einleitung wird die raue Landschaft an der Saane musikalisch beschrieben. Der zweite Teil führt mit ungewöhnlichen, dramatischen Soundeffekten zu einem Hoftanz, der an vergangene Pracht des Ortes erinnert. Eine tragische Ermordung von zwei Familienmitgliedern in der Abtei von Payerne wird im dritten Teil mit einem gregorianischen Choral aus der Totenmesse ausgedrückt.

Zur Einleitung interpretierte der Kirchenchor das Lied "Lobt den Herrn der Welt", begleitet von Franz Meienhofer (Orgel) und Lukas Hilber (Trompete). Bild: Ernst Inauen

Als Solisten musikalisches Können bewiesen

Das Requiem „Pie Jesu“, von Andrew Loyd Webber 1984 komponiert, gewann 1986 einen Grammy Award als beste klassische zeitgenössische Komposition. Es ist ein sehr bekanntes Kirchen- und Opernlied, das in vielen Varianten aufgeführt wird. Als Solist bewies Yannis Keller mit seiner schönen Stimme sein grosses gesangliches Talent. Mit „Brindisi“ wählte die Musig Lenggenwil ein bekanntes Werk von Giuseppe Verdi, eigentlich ein Trinklied, arrangiert von Roy Newsom. Dabei brillierten die Solisten Fabian Hug, Solo Cornet und Franz Meienhofer, Euphonium in beeindruckender Manier. Nach diesen musikalischen Leckerbissen war die Reihe beim einheimischen Kirchenchor unter der Leitung von Beatrice Hidber, die mit dem Chor ein breites Repertoire an kirchlichen und weltlichem Liedergut eingeübt hat. Das von Patrick Doyle  komponierte und von Peter King arrangierte Kirchenlied „Non nobis Domine“ wurde vom Chor und der Musig gemeinsam präsentiert.

Der junge Musikant Yannis Keller bewies mit dem Lied "Pie Jesu" auch sein gesangliches Talent. Bild: Ernst Inauen
Pascal Hug (Cornet, links) und Franz Meienhofer (Euphonium, rechts) überzeugten als Solisten beim Stück "Brindisi". Bild: Ernst Inauen

Gemütlicher Abschluss in der Krone

Franz Meienhofer begleitete am E-Piano den Song „Barbar Ann“, den Lorenz Maierhofer arrangierte. Als Selbstwahlstück für das Luzerner Kantonalfest wählte die Musig Lenggenwil das von irischen Melodien geprägte Stück „Dublin Pictures“, von Marc Jeanbourquin komponiert. Nach temperamentvollem Auftakt folgten ruhigere Passagen, bevor im Finale wieder mächtige Klänge zurück in die reale Welt führten. Zum Selbstwahlstück meinte Franz Meienhofer: „Das Stück mit seinen spannenden Wechseln stellt hohe Anforderungen. Noch klingt nicht alles perfekt und wir sind froh, dass wir bis zum Auftritt noch einige Wochen Zeit haben, um uns in den Proben zu verbessern“. Gemeinsam mit dem Kirchenchor beendeten die Musikantinnen und Musikanten das offizielle Konzertprogramm mit dem Song „La Bamba“. Natürlich kam die Musig der Aufforderung für eine Zugabe mit einer Kurzfassung des Selbstwahlstücks nach.

Als Muttertagsgeschenk offerierte die Musig Lenggenwil allen Frauen im Restaurant Krone eine Apéro.

 

Ernst Inauen