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Bildung
17.04.2022

Spass und Abenteuer beim Ferienplausch 2022

Spielstunden und Burgenbau konnten die Kids in der Turnhalle Sproochbrugg Bild: Ernst Inauen
Am 20. Ferienplausch konnten die teilnehmenden Zuckenrieter Primarschülerinnen und Primarschüler aus einem vielfältigen, spannenden Programmangebot mit 18 Kursen und Events auswählen. Das Jubiläums-Programm kam bei den Mädchen und Knaben gut an.

Von Ernst Inauen

Der Zuckenrieter Ferienplausch feiert 2022  ein Jubiläum. Der vor zwei Jahrzehnten durch eine Frauengruppe auf Anregung der Spielgruppenleiterin Marlies Räss ins Leben gerufene Freizeitplausch wurde während den Frühlingsferien vom 11. bis 14. April durch ein initiatives Frauenteam bereits zum 20. Mal organisiert. In der Primarschule Zuckenriet werden aktuell 80 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klasse beschult. 57 Mädchen und Knaben meldeten sich für den Ferienplausch an und konnten sich während vier Tagen in verschiedenen Kursen betätigen. Insgesamt achtzehn Angebote standen zur Auswahl, wobei die meisten Kids gleich mehrere Möglichkeiten wählten. So wurden insgesamt 232 Kursbuchungen vorgenommen, womit jedes Kind im Durchschnitt viermal an einem Event teilnahm. Zum Abschluss organisierte das Leiterteam einen Besuch des Hallenbades in Bütschwil für einen Tauchkurs mit einem professionellen Tauchlehrer. Anschliessend bestand die Chance, einen zweistündigen nächtlichen Badeplausch zu geniessen. An dieser abschliessenden Badenacht verzeichneten die Organisatorinnen mit über 40 Teilnehmenden den grössten Erfolg.

Wertvolle Freiwilligenarbeit

Organisiert wurde der diesjährige Ferienplausch durch Bettina Eichmüller, Sandra Eigenheer, Ines Felix, Simona Hugentobler, Andrea Meier, Claudia Trutschel und Monique Näf-Huber. Sie wählten im Verlauf des Jahres gemeinsam die Kursthemen aus, zum Teil auch abgestimmt auf die Wünsche von Schulkindern. Bei den verschiedenen Events der Ferienplauschtage begleiteten und betreuten die Kursverantwortlichen und ihre Helferinnen die Teilnehmenden an den Kursorten und organisierten die Transporte zu den auswärtigen Veranstaltungen. Monique Näf zeigte sich sehr zufrieden über die Unterstützung und über die erfreulich grosse Beteiligung der Kinder. „Neben den Teammitgliedern haben sich noch weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für den Ferienplausch eingesetzt. Sie alle sowie die grosszügigen Sponsoren und Kursleiter ermöglichten preisgünstige Kurskosten für die teilnehmenden Kinder. Ihnen allen möchten wir Organisatorinnen ganz herzlich danken“.

Auf zu einem Gruppenbild mit dem Leiterinnenteam (hinten v. li.): Ines Felix, Claudia Trutschel, Sandra Hugentobler, Sandra Eigenheer, Bettina Eichmüller, Monique , Näf-Huber, und Andrea Meier. Bild: Ernst Inauen

Spannende Erfahrungen

Zum 20-jährigen Jubiläum wählten die Verantwortlichen einige spezielle Kurse, die zum Teil auswärts durchgeführt wurden. So wurde unter professioneller Führung die „Unterwelt“ von St.Gallen erforscht. In den unterirdischen Tunnels eröffnete sich den sieben teilnehmenden Kindern eine geheimnisvolle und überraschende Welt, weil sowohl die Trinkwassertunnels wie auch die kilometerlangen Abwasserkanäle unter der Stadt durchführen. Für kleinere Schülerinnen und Schüler fand in der Aula der Primarschule der Bau von Türmen oder originellen Schlossgebilden mit Kaplahölzern Anklang. Im attraktiven Funpark Wil kamen die Scooter und Skateboard-Fans auf ihre Rechnung. Eine erfahrene Gruppe von Sportlern brachte ihnen nach einer kurzen Einführung tolle Tricks und das Fahren auf Rampen bei. Ebenfalls in Wil vergnügten sich die schwimmtüchtigen Teilnehmenden des aussergewöhnlichen Meerjungfrauenschwimmens mit einer neuen, zunehmend beliebteren Technik des Wassersports.

Spannend war die Exkursion in die geheimnisvolle Unterwelt der Stadt St.Gallen, hier am Eingang zum Trinkwassertunnel. Bild: Ernst Inauen
Beim Bauen von Türmen und Burgen mit Kaplahölzern konnten die Spielenden ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Bild: Ernst Inauen

Vielfältige Möglichkeiten

Fünf Kurse fanden am Dienstag im Dorf Zuckenriet statt. Bei den Mädchen standen die Beauty Hours mit Sonja hoch im Kurs. Im Salon „hair flair“ zeigten ihnen die Coiffeuse und ihre zwei Angestellten, wie man tolle Frisuren gestalten, attraktiven Fingernagelschmuck applizieren oder eine farbige Gesichtsdekoration bemalen kann. Über 20 Mädchen und Knaben wählten den Kurs Spiel und Spass in der Turnhalle Sproochbrugg und vergnügten sich bei verschiedenen Spielen und Burgenbauen. Ein besonders spannendes Angebot war das aufwendige Erstellen von Segelflugzeugen, wobei Mitglieder des Segelflugvereins Niederstetten in einer grundlegenden Einführung  viel Lehrreiches vermittelten. Am Nachmittag folgte dann das Einfliegen, das zum Teil Korrekturen an den gebastelten Spielgeräten erforderte, die jedes teilnehmende Kind mit Stolz nach Hause bringen konnte. In der Schulküche Sproochbrugg konnten neun Kids Cupcakes backen und verzieren. Im Hinblick auf das Osterfest war am Nachmittag ein Ostereierfärben im Jublaraum angesagt. Jedes Kind durfte zehn Eier fantasievoll gestalten und sie nach Hause mitnehmen.

Spassige Gesichtsbemalung und kreative Frisuren wurden im Coiffeursalon angeboten Bild: Ernst Inauen
Spielstunden und Burgenbau konnten die Kids in der Turnhalle Sproochbrugg. Bild: Ernst Inauen
Das Anfertigen der Segelflugzeuge erforderte Sorgfalt und Geduld. Bild: Ernst Inauen
Bei der Flugschau im Freien erwies sich die Flugtüchtigkeit der gebastelten Segler. Bild: Ernst Inauen
Feine Cupcakes kreieren machte Spass und Freude auf Ostern. Bild: Ernst Inauen
Ebenfalls österliche Vorbereitung beim Eiermalen im Jublaraum. Bild: Ernst Inauen

Geselliger Jubiläumsabend

Zu einem einmaligen Erlebnis kamen die 24 Mädchen und Knaben, welche die Exkursion zum Kamelhof Olmerswil buchten. Mit dem Velo erreichten sie bei schönem Frühlingswetter den Hof, auf dem neben den Kamelen auch zahlreiche andere Tiere leben. Der Besitzer und Geschäftsführer Ulli Runge und seine Partnerin Karin Stiffler konnten den ehemaligen Bauernhof vor einigen Jahren erwerben und nach ihren Bedürfnissen ausbauen. Die interessierten Kinder erfuhren bei der Führung durch die Anlage sehr viel Interessantes über die tierischen Bewohner, wobei vor allem die Begegnung mit den Kamelen, Lamas und Alpakas, die sie streicheln oder füttern durften, ein besonderes Erlebnis war. Auch über die anderen Tiere wie Hühner, Reptilien oder Frettchen wussten der professionelle Tierhalter und Pfleger viel zu erzählen. Als weiteren Kurs konnten beim Tambourenverein Gossau das Trommeln mit den entsprechenden Instrumenten geübt werden. Die Teilnehmenden hatten ihren Spass, selber in Action treten zu können. Am Mittwochabend war dann die Jubiläumsparty mit Lotto angesagt, bei dem viele tolle Preise zu gewinnen waren. Als Überraschung offerierten die Organisatorinnen den Kindern Pizzas.

Im Kamelhof gab es interessante Erlebnisse, wie das Füttern eines jungen Kamels durch seine Mutter. Bild: Ernst Inauen
Keine Scheu beim Kontakt mit den Lamas und Alpakas. Bild: Ernst Inauen
Für das Trommeln bei den Gossauer Tambouren interessierten sich auch die Mädchen. Bild: Ernst Inauen
Bei der Jubiläumsparty im Jublaraum wurden beim Lotto viele Preise vergeben. Bild: Ernst Inauen

Zufriedene Kinder

Auch am vierten Tag des 20. Zuckenrieter Ferienplausches kamen die spiel- und bewegungsfreudigen Mädchen und Knaben auf ihre Rechnung. Zwölf von ihnen erlernten im Jublaraum das Schach spielen. Der Präsident des Schachclub Uzwil Roman Bislin und einige Kollegen brachten ihnen die Grundlagen bei. Dann durften sie selber spielen, betreut von den Erwachsenen, die taktische Tipps vermittelten. Die Kids seien sehr interessiert und aktiv gewesen, sagte Bislin. Mutige Kletterfans versuchten sich in Weinfelden an der Kletterwand. Als letzten Höhepunkt folgten das Tauchen im Hallenbad Bütschwil unter professioneller Aufsicht und die anschliessende Badenacht, an der über 40 Zuckenrieter Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Die meisten teilnehmenden Kinder äusserten sich begeistert von den vielfältigen, spannenden Angeboten. Der zwölfjährige Levin war von der Exkursion nach St.Gallen beeindruckt und bemerkte über dieses Erlebnis:“ Mir hat gefallen, dass wir im Dunkeln mit unseren Stirnlampen durch den Trinkwassertunnel laufen durften. Ich finde es speziell, dass sich unter unseren Füssen tief unter der Erde so etwas befindet. Weniger begeisterte mich, dass es im Abwassertunnel nach Fäkalien stank“.

Roman Bislin vom Schachclub Uzwil brachte den wissbegierigen Kids die Grundlagen des Schachspiels bei. Bild: Ernst Inauen
Beim Üben das Spiels halfen Erwachsene mit taktischen Tipps. Bild: Ernst Inauen
Mutig wagten sich die Kids an den freien Aufstieg an der Kletterwand. Bild: Ernst Inauen
Das Tauchen im Hallenbad Bütschwil mit anschliessender Badenacht war ein weiterer Höhepunkt. Bild: Ernst Inauen
Ernst Inauen