HALBFINAL-OUT DES SCHWEIZERMEISTERS

Der amtierende NLA-Schweizermeister ist gestürzt. Im Playoff-Halbfinal verlor der Badmintonclub Uzwil gegen La Chaux-de-Fonds mit dem Gesamtscore von 7:9. Damit verpasste Uzwil den Finaleinzug. Die Mannschaft scheiterte am eigenen Unvermögen und am schwachen Nervenkostüm.

Am Schluss blieb die Ernüchterung. Ein Wochenende mit vielen Emotionen musste erst verarbeitet werden. Und mitten im Raum stand das berühmte Wieso. Wieso gewann man kein einziges Schlüsselspiel? Wieso wurde kein einziger der vielen Matchbälle verwertet? Und wieso klappte eigentlich gar nichts an diesem Wochenende? An diesen Fragen werden die Uzwiler noch eine Weile zu knabbern haben. Letztlich gibt es für das Scheitern nur eine schlüssige Antwort. Wer die wichtigen Spiele allesamt verliert und dabei hochkarätige Chancen vergibt, der ist zwangsläufig der verdiente Verlierer.

Unheil begann am Samstag

Das Wochenende begann am Samstag mit dem Auswärtsspiel in La Chaux-de-Fonds. Uzwil startete zuversichtlich, gewann seine Pflichtspiele. Doch wegweisende Spiele gingen im Entscheidungssatz verloren wie das Frauendoppel, das zweite Männerdoppel und das Mixeddoppel. Zudem verlor Christian Bösiger überraschend sein Männereinzel gegen den stark aufspielenden Mathias Bonny. Uzwil verlor die Auswärtspartie mit 3:5 und stand mit dem Rücken zur Wand. Eine Hypothek, die es am Sonntag im Rückspiel aufzuholen galt.

Auftakt nach Mass, dann Finalbälle vergeben

Vor heimischem Publikum startete Uzwil denn auch gleich mit drei Siegen in Folge. Die Zuversicht stieg. Doch dann folgte das grosse Unvermögen. Im zweiten Männerdoppel vergaben Nicolas Blondel und Iztok Utrosa gleich zwei Matchbälle. Und auch im Mixeddoppel schafften es Tenzin Pelling und Nicolas Blondel, einen Matchball zu vergeben – gleichzeitig wäre das der Finalball gewesen!

Quittung für unkonstante Saison

Letztlich jubelten die Westschweizer. Kurios: Uzwil hatte über das Wochenende sogar zwei Sätze mehr gewonnen, doch La Chaux-de-Fonds gewann die Matches. Auch wenn jetzt das Halbfinal-Aus schmerzt, ist es für Uzwil die logische Konsequenz einer unkonstanten Saison. Man verlor ärgerlich und teils unverständlich Spiele. Insofern verwundert es nicht, dass auch am Tag X die gewünschte Leistung nicht abgerufen werden konnte.

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